Im 1. Stock wird die Entdeckung der Alpen und die Entwicklung des Schiff- und Eisenbahnverkehrs dargezeigt. Albrecht von Haller, Jean - Jacques Rousseau und Johann Wolfgang von Goethe sind die Wegbereiter zum neuen Verständnis der Alpen. Das einfache Leben der Bergbewohner und deren Bräuche wie der Kiltgang, das Steinstossen, Schwingen und Alphornblasen zogen nun weltweites Interesse auf sich. Es entstand die Notwendigkeit, Bilder aus den Alpen als Souvenirs in grosser Zahl herzustellen. Immer neue Techniken ermöglichten die Verbreitung berühmter Ansichten. Die sogenannten Kleinmeister zeichneten ihre Eindrücke an Ort und Stelle, wie das Beispiel der klassischen Oberlandreise durch Villeneuve / Engelmann von 1823 zeigt.

Die ersten Unspunnenfeste (1805 und 1808) übten eine gewaltige propagandistische Wirkung aus. Der Besuch des Berner Oberlandes mit seinen Wasserfällen und Gletschern gehörte fortan zu einer umfassenden Bildung.
 

Die Echo-Kanone von der Wengernalp

Als besondere Attraktion kam damals eine Echokanone zum Einsatz, welche für ein Entgelt einen Kanonenschuss mit siebenfachem Echo erzeugte. Gegen eine Gebühr von 50 Centimes zündete der Älpler auf Wengernalp einen Pfupf (einen Knall). Das hallte in den Bergen hin und her, und die Fremden hatten etwas zum Staunen.